richtig loslassen können
Durch Entspannung richtig loslassen können
Ärger und Stress sind Erregungen, die man messen kann. Blutdruck und Puls steigen, die Muskulatur verkrampft sich, die Stimme wird lauter, die Konzentration lässt nach, die Selbstbeherrschung wird immer schwieriger. Man lässt sich ungewollt gehen und provoziert neuen Ärger.
Entspannung ist die Lösung der aufgebauten Spannung. Der erste Schritt ist die körperliche Entkrampfung. Man fängt mit kleinen Übungen an. Wer seine Hände ausstreckt, anstatt sie zu Fäusten zu ballen, wer seine Stimme senkt, wer sich einen Moment ruhig hinsetzt und innerlich bis zehn zählt oder ein Gebet spricht, fühlt sich ruhiger.
Eine weitere, sehr wirksame Methode Druck und Frust richtig loslassen zu können ist, etwas ganz anderes zu tun als im Moment. Wer sich schlecht fühlt, sollte nicht ausruhen und quälenden Gedanken nachhängen, sondern sich mit einer Tätigkeit ablenken. Man kann die Wohnung aufräumen, das Auto waschen, Kuchen backen, Fenster putzen, Schränke ausmisten. Wer das schon einmal getan hat weiß, dass man sich danach besser fühlt, weil man sieht, dass man etwas Positives getan hat.
Zum richtig loslassen können von Problemen gehört auch das „Auftanken“ der Seele, wie zum Beispiel darüber nachzudenken, für was man dankbar sein darf. Die meisten Menschen machen sich Sorgen über Ereignisse, die längst vergangen sind. Andere sorgen sich um die Zukunft, von der sie noch nicht einmal wissen, ob sie sie überhaupt erleben werden. Die wenigsten denken über die Gegenwart nach. Sich Sorgen machen kann zur Gewohnheit werden. Unglückliche Menschen können ohne lange nachzudenken ihre Sorgen aufzählen. Fragt man aber, wie oft sie glücklich waren, wissen sie keine Antwort. Sie haben sich viel zu lange mit ihren Problemen beschäftigt, als wenn seelisches Leid ein Knochen sei, in den sie sich wie ein Hund festgebissen haben. Wer aber nicht los lässt, beisst sich sinnbildlich die Zähne aus.
