Seelenheil
Ein erstrebenswerter Zustand: Seelenheil
Der Begriff Seelenheil ist völlig aus der Mode gekommen. In den vorigen Jahrhunderten aber tauchte dieses Wort in so gut wie allen religiösen Schriften auf und war jedem Christen bekannt.
Unter Seelenheil (also dem Heil der Seele) versteht man eine Seele, die dadurch heil geworden ist, dass ihr Gott alle Sünden vergeben hat und die sich nun darum bemüht, in allem seinen Willen zu tun. Eine Seele bzw. ein Mensch, dessen Denken und Tun um das Göttliche kreist, kann zwar unter Krankheiten leiden, Unglück erfahren und in Schwierigkeiten geraten, aber das alles kann ihn in seinem Wesenskern, der Seele, nicht berühren. Wenn die Seele gesund ist, steht es um den ganzen Menschen gut, da er auf dem Weg zu seiner endgültigen Bestimmung ist, der Vereinigung mit Gott. Eine heile Seele kann zwar nur Gott schenken, aber man muss einiges tun, um an seinem Seelenheil mitzuarbeiten. Dazu zählen vor allem das möglichst häufige Gebet und das Lesen in der Bibel und den Schriften der Kirchenväter oder anderer geistlicher Autoren. Das Seelenheil wird auch gefördert, indem man Situationen meidet, von denen man weiß, dass sie zur Verwirrung der Seele oder zur Sünde führen, zum Beispiel bestimmte Bücher oder Filme.
Seelenheil ist trotz des altmodischen Klangs ein sehr passender Ausdruck für diesen erstrebenswerten Zustand, der sich durch Begriffe, wie psychische Gesundheit oder emotionales Gleichgewicht nicht ersetzten lässt.
