Tai Chi Chuan
Tai Chi Chuan - Die innere Kampfkunst
Tai Chi Chuan ist ein inneres chinesisches Bewegungssystem, welches sich seit 20 Jahren vor allem im asiatischen Raum etabliert hat. Der Ursprung dieser Sportart geht aber bis ins 15. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich die 5 Familienstile, welche die Familiennamen ihrer Begründer tragen (Chen-Stil, Yang-Stil, Wu/Hao-Stil, Wu-Stil und Sun-Stil). In China ist die innere Kampfkunst in einfacher Form weit verbreitet. Früh morgens sieht man unzählige Chinesen bei ihren täglichen Morgensportübungen.
Eigentlich wurde dieser Sport zu Selbstverteidigungszwecken entwickelt. Heute sieht man den Sport hauptsächlich als Kombination von Persönlichkeit, Gesundheit und Meditation. Die sportlichen Übungen sind gut gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rücken- und Gelenkschmerzen. Alle Bewegungsprozesse sind langsam und fließend und bilden Tai-Chi-Formen.
Sämtliche Bewegungen sind Tierhandlungen und Kampfbewegungen auf ruhiger Weise nachempfunden. Man kann diesen Sport mit und ohne Waffen ausführen und es ist einem freigestellt, ob man Partnerübungen ausübt oder doch Soloübungen wählt. Die Soloübungen sind am verbreitetsten, aber in den Partnerübungen lässt sich ein Ansatz von Kampfsport erkennen, weil der Partner passende Kampfbewegungen ausführt.
Tai Chi Chuan Wettkämpfe finden sehr selten statt. Bei Wettbewerben werden hauptsächlich die Ausführungen von Bewegungsformen bewertet.
Auch in Deutschland wird Tai Chi Chuan unterrichtet, wobei die Krankenkassen bei bestimmten Beschwerden den Besuch solcher Schulen bezahlen.
