Ehekrise

Ehekrise im Ehealltag

Von einer Ehekrise bleibt kaum eine Ehe verschont. Während man in der ersten Verliebtheit nur die positiven Eigenschaften des geliebten Partners sieht, treten mit den Jahren auch dessen Schattenseiten ins Blickfeld. Der Ehealltag mit seinen Sorgen und Pflichten ist eine ganz andere Situation, als die unbeschwerte Zeit der ersten Liebe. Nun ist man täglich zusammen und stellt fest, dass der Ehepartner bestimmte Eigenschaften und Gewohnheiten hat, die man vorher gar nicht bemerkt hat. Zu einer Ehekrise führt auch häufig die Enttäuschung darüber, dass der Zustand der Verliebtheit nicht ewig dauert. Untersuchungen haben ergeben, dass er nach etwa 2 Jahren vergeht und einer realistischen Sicht des Partners und der eigenen Ehe Platz macht. Kommen dann noch Geldsorgen, Streitigkeiten wegen der Erziehung der Kinder oder andere Probleme dazu, kann es zu einer ernsthaften Ehekrise kommen, die nicht selten damit endet, dass die Ehe geschieden wird.

In vielen Ehen kommt es zu Seitensprüngen eines oder auch beider Partner. Das ist ein deutlicher Hinweis auf eine Ehekrise, denn in einer erfüllenden Partnerschaft hat man keine Augen für andere Partner. Zum Glück gibt es Ehetherapien und Partnerberatungen, die man in Anspruch nehmen sollte, wenn man der Meinung ist, dass die Ehe es wert ist, gerettet zu werden. Die Therapeuten werden mit dem Ehepaar zusammen versuchen, die Gründe, die zu der Ehekrise geführt haben, herauszufinden und ihnen Wege aufzeigen, ihre Probleme zu bewältigen.

Lebensenergie

Lebensenergie sollte man tanken

Wer möchte sie nicht besitzen, die Lebensenergie, welche sich positiv auf den Job, die Gesundheit und das Privatleben auswirkt?

Lebensenergie ist zunächst einmal gekoppelt an ein gesundes Lebensumfeld. Das bedeutet nun bei weitem nicht die Super-Luxus-Wohnung, den Traumjob und das dicke Bankkonto, sondern vielmehr ein Umfeld, welches die ureigenen Bedürfnisse abdeckt, Zufriedenheit und Harmonie beinhaltet und dennoch Platz zur Weiterentwicklung bietet.

Denn - wohlgemerkt - in dem Wort Lebensenergie ist der Begriff Energie enthalten. Und diese Energie ist es, die den Menschen antreibt, weitere Ziele zu erreichen, Wünsche und Träume zu verwirklichen. Lebensenergie ist ein kostbares Gut, das einem auch abhanden kommen kann, sei es durch eine Krankheit, den Verlust der Arbeit oder Liebeskummer.

Wichtig ist, zunächst einmal herauszubekommen, weshalb die Lebensenergie denn nun plötzlich nicht mehr vorhanden oder spürbar weniger geworden ist. Und seltsamerweise ist genau das oft schon der Anschub, den man braucht, um wieder mit beiden Beinen im Leben stehen zu können. Wer weiß, wo das Übel liegt, kann es nämlich bei der Wurzel packen. Diese Energie kann man aber auch tanken, wenn man es sich einmal so richtig gut gehen lässt. Sei es im Urlaub, in dem man einmal wirklich das macht, was einem schon lange am Herzen lag. Manche tanken Lebensenergie aber auch einfach mittels eines Spazierganges durch den Wald oder die Beschäftigung mit einem liebgewonnen Hobby.

Seelenpartner

Nicht alle glauben an Seelenpartner

Die Puristen unter den Romantikern sind sich einig, dass Seelenpartner existieren. Es gibt also Menschen, die daran glauben, solche die es bezweifeln und jene, die es völlig ad absurdum führen. Wer das Gefühl nicht kennt, wird es vermutlich so lange belächeln, bis es ihn eines Tages unvermutet trifft und somit seine bisherige Weltvorstellung in Frage gestellt wird.

Die Geschichte besagt, dass eine Seele geboren wird, sich teilt und fortan beide Seelenhälften einander auf ewig zu finden gebunden sind. Diese Seelenpartner werden in ihrem jeweiligen Leben immer etwas vermissen und eine nicht zu deutende Leere in sich spüren, bis sie einander wieder gefunden haben. So besagt es die Theorie. In der Praxis sieht es eher so aus, dass das Vertrauen in dieses Geschehen schwach geworden ist.

Der Glaube an Seelenpartner hält all jene aufrecht, die überzeugt von dessen Existenz sind. Es lässt sie Menschen mit anderen Augen betrachten und aufmerksamer durch das Leben gehen. Für viele ist es eine Möglichkeit, mit schwierigen Beziehungen oder Trennungen besser umzugehen, denn sie können sich glauben machen, der Seelenpartner würde den Weg schon finden.

Andererseits kann es für Menschen, die bisher nie daran geglaubt haben, eine Änderung der Weltanschauung bewirken, wenn sie plötzlich jemandem gegenüber stehen, von dem sie annehmen müssen oder wollen, dass es derjenige ist, von dessen Seelenhälfte sie ursprünglich getrennt wurden.

Die Freundschaft

Die Freundschaft braucht Vertrauen

Echte Freunde hat man nur wenige im Leben. Manche Menschen bezeichnen wir als Freunde und müssen Jahre später schmerzlich feststellen, dass sie vermutlich nie richtige Freunde gewesen sind. Aber was macht nun die Freundschaft aus?

Freundschaft hat nichts mit der Häufigkeit persönlicher Treffen zu tun, sondern zeigt sich in Situationen, in denen sich die meisten Menschen von einem abwenden, zum Beispiel beim Verlust des Arbeitsplatzes oder in Krankheitssituationen. Dann steht einem ein richtiger Freund zu Seite und hilft, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Freundschaft basiert auf Vertrauen und Verständnis. Allerdings beinhaltet dies auch, dass man auf die ehrliche Meinung des Freundes hoffen darf – auch wenn sie manchmal unangenehm ist.

Bereits Kinder knüpfen im Sandkasten die ersten Freundschaften. Sie lernen, diese zu pflegen und konstruktiv Probleme zu lösen. Positive Beziehungen zu anderen Kindern stärken die sozialen Kompetenzen. Manche dieser Sandkastenfreundschaften halten über Jahre hinweg und sind mitunter wichtiger als partnerschaftliche Beziehungen. Leider sind solche Freundschaften eher eine Seltenheit, da man sich ständig im Leben weiterentwickelt und Freundschaften seit frühesten Kindertagen aufgrund unterschiedlicher Interessenlagen der Freunde rasch erkalten können.

Der Volksmund besagt, die Freundschaft zwischen Mann und Frau kann es nicht geben. Sicherlich mag ein kleines Fünkchen Wahrheit in dieser Bauernweisheit stecken. Allerdings kennt wahre Freundschaft keine Alters-, Religions- oder Nationalitätengrenzen und trennt schon gar nicht zwischen den Geschlechtern.

Wahre Freundschaft

Wahre Freundschaft lässt sich nicht in Worte fassen

Was stimmt am Begriff „wahre Freundschaft“ nicht? Genau: Es gibt keine „falsche Freundschaft“, somit auch keine „wahre“. Es gibt nur Freundschaft. Wäre sie nicht wahrhaftig, wäre es keine, sondern ein Rollenspiel, eine Intrige, ein Machtspiel. Was mit Freundschaft ungefähr soviel zu tun hätte, wie Atomphysik mit Kartoffeldruck. Genauso, wie es keine „wahre“ oder „falsche“ Liebe gibt, sondern nur Liebe. Warum also bringt unser moderner Sprachgebrauch solche absurden Wortschöpfungen hervor?

Vielleicht aus Angst, dass die tief empfundene Nähe zu einem anderen Menschen nicht wahr sein könnte, sondern lediglich Wunschdenken, Projektion? Vielleicht, weil Freundschaft sich nicht in Worte fassen, sondern nur leben und empfinden lässt?

Wahre Freundschaft kann man nicht erzwingen, erbitten oder konstruieren. Sie entsteht als Manifestation karmischer Verbindungen zwischen zwei oder mehr Menschen. Ob daraus eine Liebesbeziehung wird oder nicht, spielt für das Bestehen der Freundschaft keine Rolle.

Wahre Freundschaft bedarf keiner Spielregeln, keiner Definition, sondern sie entwickelt sich organisch. Sie zerstört niemals andere, bestehende Beziehungen, sondern bereichert diese. Sie ist eine überwiegend asexuelle Liebe in einer hehren, funktions- und zweckbefreiten Form. Sie verlangt keine Wunsch- und Bedürfniserfüllung, sondern erfüllt Wünsche und Bedürfnisse. Emotionale Loyalität, Unterstützung, Hilfe in Lebenskrisen, das Teilen schöner und schlimmer Erfahrungen, ohne daraus Ansprüche oder Verpflichtungen abzuleiten. Wahre Freundschaft bedarf auch keiner ständigen Rückversicherungen. Sie ist eine Verbindung, die nicht eingefordert werden muss, sondern durch das Füreinander-da-sein gepflegt wird. Sie überdauert im Extremfall auch eine jahrzehntelange Funkstille und knüpft übergangslos dort an, wo der Kontakt vorübergehend unterbrochen war…

Beziehungsprobleme

Beziehungsprobleme sollten in Ruhe gelöst werden

Jede Beziehung kennt schwierige Situationen und Konflikte. Die Frage ist nur, wie die betroffenen Partner mit ihre Beziehungsprobleme angehen.

Es gibt die introvertierten Typen, die sich bei Stress schweigend zurückziehen. Und es gibt diejenigen, die sofort auf Angriff umschalten und den Partner mit Beschuldigungen bombardieren. Bei Beziehungsproblemen hilft es meistens, ein gesundes Mittelmaß zu finden. So vielfältig die Probleme auch sein mögen, Vorwürfe helfen keinem der Betroffenen weiter. Versuchen Sie, ruhig und sachlich zu bleiben, aber kommunizieren Sie. Oftmals hilft es, Botschaften aus der Ich-Perspektive zu formulieren, also bitte kein Vorwurf, wie zum Beispiel „du hast mich verletzt“, sondern lieber die Tatsache aus persönlicher Sicht beschreiben. Eine Formulierung, wie „ich fühle mich dadurch verletzt“, schafft beim Partner schon einmal die Bereitschaft zuzuhören und sich in die Gefühlswelt des Gegenübers hineinzuversetzen.

Bei Beziehungsproblemen sucht man oftmals bei Freunden und Bekannten Rat. Inwieweit diese auch wirklich helfen können, hängt meist davon ab, wie gut sie beide Partner kennen und mit dem Problem vertraut sind. Vielleicht hat die Freundin schon ähnliche Situationen in eigenen Partnerschaften erlebt und kann gute Tipps geben. Vermeiden Sie es jedoch, Ihre partnerschaftlichen Schwierigkeiten breit zu tragen. Oder würden Sie wollen, dass der komplette Freundeskreis Ihres Partners ihre privaten Probleme kennt? Sicherlich nicht. Deshalb überlegen Sie vorab, mit wem Sie Beziehungsprobleme besprechen wollen und auch besprechen können.

Seelenheil

Ein erstrebenswerter Zustand: Seelenheil

Der Begriff Seelenheil ist völlig aus der Mode gekommen. In den vorigen Jahrhunderten aber tauchte dieses Wort in so gut wie allen religiösen Schriften auf und war jedem Christen bekannt.

Unter Seelenheil (also dem Heil der Seele) versteht man eine Seele, die dadurch heil geworden ist, dass ihr Gott alle Sünden vergeben hat und die sich nun darum bemüht, in allem seinen Willen zu tun. Eine Seele bzw. ein Mensch, dessen Denken und Tun um das Göttliche kreist, kann zwar unter Krankheiten leiden, Unglück erfahren und in Schwierigkeiten geraten, aber das alles kann ihn in seinem Wesenskern, der Seele, nicht berühren. Wenn die Seele gesund ist, steht es um den ganzen Menschen gut, da er auf dem Weg zu seiner endgültigen Bestimmung ist, der Vereinigung mit Gott. Eine heile Seele kann zwar nur Gott schenken, aber man muss einiges tun, um an seinem Seelenheil mitzuarbeiten. Dazu zählen vor allem das möglichst häufige Gebet und das Lesen in der Bibel und den Schriften der Kirchenväter oder anderer geistlicher Autoren. Das Seelenheil wird auch gefördert, indem man Situationen meidet, von denen man weiß, dass sie zur Verwirrung der Seele oder zur Sünde führen, zum Beispiel bestimmte Bücher oder Filme.

Seelenheil ist trotz des altmodischen Klangs ein sehr passender Ausdruck für diesen erstrebenswerten Zustand, der sich durch Begriffe, wie psychische Gesundheit oder emotionales Gleichgewicht nicht ersetzten lässt.