Zen Meditation
Montag, 23. Februar 2009 | Autor: Helga
Zen Meditation mit verschiedenen Übungen
Zen Meditation bedeutet nichts anderes, als den Augenblick zu erleben, ihn wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten oder zu beurteilen. Wer Zen meditiert, lebt in der Gegenwart. Er grämt sich nicht über die Misserfolge und Verletzungen der Vergangenheit oder verbringt schlaflose Nächte aus Angst vor der Zukunft. Zen Meditation heißt, Respekt zu haben vor den Dingen, so wie sie sind. Jede Alltagstätigkeit, aufstehen, Schuhe anziehen, zur Arbeit gehen, wird gleichsam wertneutral wahrgenommen und gelebt. Es geht darum, jede Kleinigkeit mit Respekt wahrzunehmen und nicht Dinge hastig nacheinander zu erledigen und dabei mit den Gedanken schon wieder ganz woanders zu sein.
Zen Meditation wird traditionell in verschiedenen Übungen praktiziert. Am bekanntesten ist die Sitzmeditation (Zazen). Auf einem Kissen sitzt der Meditierende mit verschränkten Beinen aufrecht und lässt die Zeit passieren, ohne zu denken. Er nimmt einfach seinen Atem wahr. Wer nicht im Schneidersitz sitzen kann, pflegt den Diamantsitz, bei dem das Gesäß auf den Fersen aufliegt. Am einfachsten lässt sich die Gehmeditation (Kinhin) in den Alltag einfügen. Jeder Gang, in der Wohnung, in der Stadt oder in der Natur wird bewusst wahrgenommen und der Schwerpunkt des Körpers gefühlt. Wer über das Rezitieren von buddhistischen Weisheiten (Sutras) meditiert, profitiert von der Energie seiner Stimme und seiner Atmung. Auch die Teemeditation (Chado), Blumenstecken (Ikebana) und die Kalligraphie (Shodo) gehören zu den Meditationswegen im Zen.
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